Nov 032013
 

Wie könnte ein Boom bei Kleinwindkraftanlagen entstehen?

Kleinwindkraftanlagen werden ständig weiter entwickelt und effizienter. Mit einer Förderung kann bei uns die Energiewende erheblich breiter unterstützt werden.
Durch die politisch angeordnete und von Bürgern scheinbar ohne Widerspruch aufgenommene Energiewende wird es notwendig, mit einer dezentralen Energieversorgung zu beginnen. Strom aus erneuerbaren Energien wird im Solarbereich vermehrt im Süden Deutschlands gewonnen, im Norden wird stark auf Windkraft gesetzt. Der Transport der überschüssigen Energien stellt das eigentliche Problem dar.
Umso wichtiger scheint es, die Energiewende von den Bürgern vor Ort zu begleiten lassen. Jeder sollte möglichst einen Teil der benötigten Energie selbst produzieren. Solarenergie wurde und wird sehr stark gefördert. Die Preise für die Installation pro kw/peak sind sehr stark gefallen und die Förderung wurde sehr stark reduziert.

Kleine Windkraftanlagen sind aktuell teuer in der Anschaffung

Kleine Windkraftanlagen sind aktuell noch „teuer“ in der Anschaffung. Die Preise für die pro KW-Nennleistung entsprechen den Anschaffungskosten vor dem Solarboom pro installierter “Peak Leistung” vor ein paar Jahren.
Je nach Typ und Größenordnung der Kleinwindanlage betragen die Installationskosten mit Fundament und Wechselrichter zwischen 3.000 und 5.000 € pro KW Nennleistung.
Die Förderung dieser kleinen WKA unterscheidet sich nicht von den großen Windrädern. Es gibt keine Sonderförderung wie bei den Solaranlagen, deren Förderung nach Größenklassen erfolgte.
Aktuell sind dadurch die Kleinwindanlagen benachteiligt.

Während die Förderung in Großbritannien für Kleinwindkraftanlagen bis zu 40 Cent pro erzeugter KW/h gefördert wurde, müssen hierzulande die Bürger, die die Energiewende unterstützen, mit 8 Cent und etwas abfinden.
Zwar wurde die Förderung in Großbritannien auf 33 Cent pro erzeugter KW/h gesenkt, für die Wirtschaftlichkeit zur Energieerzeugung ins Stromnetz, wäre diese Vergütung jedoch ausreichend.

Mit dieser Vergütungshöhe kann in Deutschland ein Boom der kleinen Windkraftanlagen ausgelöst werden.

Die Folgen daraus:

  •  Die Kleinwindkraftanlagen werden wirtschaftlicher
  •  Der Konkurrenzdruck wird steigen
  • Die Preise von KWKA werden durch höhere Produktionszahlen sinken
  • Die KWKA werden zügiger weiterentwickelt
  • Die KWKA werden effizienter

In der Folge daraus kann die Förderung reduziert werden und sehr viele Bürger tragen zur Energiewende bei. Am Beispiel von Großbritannien zeigt sich, dass die Kapazität der installierten Leistung für KWKA von 2009 auf 2010 verdoppelt hat.

Mit einer Förderung von KWKA kann meiner Meinung nach die Energiewende viel schneller und preiswerter unterstützt werden. Viele KWKA erzeugen dann dezentral Strom oder Wärme, entweder zum Eigenverbrauch oder zur Einspeisung in das Energieversorgungsnetz. Damit können erhebliche Kosteneinsparungen bei den geplanten Stromautobahnen entstehen.

Fazit:
Kleinwindkraftanlagen tragen einen Teil zur Umsetzung der Energiewende und zur Lösung von dezentralen Versorgungseinheiten bei. Ohne Förderung, Preisreduzierung und einem veränderten genehmigungsverfahren wird es aktuell keinen Boom in Kleinwindkraftanlagen geben.

Wie ist Ihre Meinung zu einem möglichen Boom bei Kleinwindkraftanlagen?

Schreiben Sie einen Kommentar dazu.

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