Sep 232013
 

Norla mit Infos und Tipps für Kleinwindanlagen für die landwirtschaftliche Nutzung.

Auf der diesjährigen Norla, der landwirtschaftlichen Fachmesse in Rendsburg, wurde eine Kleinwindkraftanlage der PSW ausgestellt, und die dort erzeugte Energie in das örtliche Versorgungsnetz einspeiste.

Mit einem Vortrag über Kleinwindanlagen im Auditorium konnte der Referent Punkte sammeln. Es war nur ein Hersteller bereit, zusätzlich in der Öffentlichkeit weitere Tipps für das breite Publikum und für zukünftige Kleinwindkraftanlagenbetreiber bereit zu stellen.

Kleinwindkraftanlagen als Energiekostenbremse für landwirtschaftliche Betriebe

Kleinwindkraftanlagen sollen die Energiekosten bremsen

Der Vortragstitel lautete:
„Energiekostenbremse für landwirtschaftliche Betriebe“

In seinem Vortrag wurden zunächst Abgrenzungen, Unterschiede zwischen Windkraftanlagen und Kleinwindkraftanlagen informiert. Unterschiedliche Informationen und Bestimmungen über die Größenordnung von Windanlagen der Windkraftanlagenverbände und Journalisten sind gang und gäbe.

Abgrenzung von Kleinwindkraftanlagen zu großen Windkraftanlagen

Kleine Windkraftanlagen haben eine Nennleistung bis 30 KW. Dieses geht mit den Beschreibungen des EEG im § 5 Abs. 1 konform.

Während der Bundesverband Kleinwindanlagen mit der Größe nach der Rotorfläche die Abgrenzung der Größenordnung von Großwind- und Kleinwindanlagen bestimmen möchte. Bis 200 qm Rotorfläche sollten demnach Kleinwindanlagen ausmachen.

Geschätzte Mindestgröße für Kleinwindanlagen für landwirtschaftliche Betriebe

Die allgemeine Nennleistung für Haus- und Hofwindkraftanlagen sollten nach den Worten des Referenten bei 5 KW Nennleistung liegen.

Überdimensionierung horizontaler Kleinwindkraftanlagen vermeiden

Gerade im landwirtschaftlichen Bereich gibt es verschiedene Bedarfssituationen. Der Spitzenbedarf zu Melkzeiten und zu Fütterungszeiten könne in der Regel nicht durch Kleinwindkraftanlagen gedeckt werden. Es sei denn, die Kleinwindanlagen wären überdimensioniert. Die Überdimensionierung sei aber nicht im Sinne und für den Zweck der Betreiber für die Investition in Kleinwindanlagen ausgerichtet. Dadurch würde keine wirtschaftliche Betriebsführung möglich sein. Überschüssig produzierte Energie solle am besten in Speicher, wie Warmwasserspeicher oder in Batterien gespeichert und wieder für den Eigenbedarf zur Verfügung stehen. Erst dann, wenn zu viel Elektrizität aus der Windkraft zur Verfügung steht, sollte eine Netzeinspeisung in Erwägung gezogen werden.

Zusammenfassung der Tipps:

  • Erzeugte Energie dem Eigenverbrauch zuführen
  • Kleinwindanlagen nicht überdimensionieren
  • Pufferspeicher wie Batterien und Heisswasseranlagen nutzen
  • Darüber hinaus erzeugte überschüssige Energie in das Stromversorgungsnetz einspeisen

Einspeiserlöse für Kleinwindanlagen
Die Einspeiseerlöse für große Windkraftanlagen in das öffentliche Energienetz, gelten auch für kleine Windkraftanlagen nach dem EEG.

Wie bei allen Windkraftanlagen sind der Standort und die freie Windanströmung der Windanlage von Vorteil.

Vorteile vertikaler Kleinwindanlagen:

Vertikale Windgeneratoren sollen nach Meinung des Referenten aktuell im freien Gelände eine untergeordnete Rolle spielen. Vertikale Anlagen spielen ihren Vorteil in Vororten oder in Städten aus. Diese sind gerade dann im Vorteil, wenn Windverwirbelungen vorhanden sind und horizontale Windkraftanlagen nicht gut platziert werden können.

Nach Meinung des Autors stehen vertikale Kleinwindanlagen häufiger im Fokus. Durch die geringen Höhen der Kleinwindanlagen sind gerade in Hofnähe und Baumbestand sowie weiterer Besiedelungen in der Umgebung Störungen in der Windanströmung von Kleinwindanlagen gegeben. Daher eignen sich vertikale Anlagen und sollten unbedingt mit in die Auswahl zur Energiegewinnung einbezogen werden.

Diese Informationen wurden nach den persönlichen Aufzeichnungen und Ergänzungen des Autors erstellt und entsprechen nicht der wörtlichen Rede des Referenten.

Weitere Infos folgen

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